Vor langer Zeit, als ich noch 16 und naiv war, habe ich mal eine Kurzgeschichte geschrieben. Sie ist nicht unbedingt gut, nono. Aber sei ich meine große Schwäche für Kurzprosa entwickelt habe, spiele ich mit dem Gedanken, auf Grundlage dieser Geschichte eine weitere zu schreiben. Genaugenommen habe ich die sogar schon durchgeplant.
Natürlich wird die längere Geschichte auch etwas mehr Inhalt haben als die Kurzgeschichte. Sie wird nicht nur von Debbies Leiden handeln, sondern auch von der merkwürdigen Freundschaft, die sie und die Ich-Erzählerin führen. Die kommt in der Kurzgeschichte ja etwas kurz.
Außerdem wird Debbie oder Vergissmeinnicht oder wie auch immer das Teil am Ende heißen soll, meine erste Slash-Geschichte. Wuhu, Premiere. Genaugenommen wird es auch meine zweite Geschichte, in der romantische Liebe eine größere Rolle spielt. Sonderlich viel Romantik wird es trotzdem nicht geben. Ein richtiges Pärchen auch nicht und die Verliebtheit ist, bis auf eine Stelle, recht subtil. Habe ich schon erwähnt, dass ich implizite Inhalte liebe? Wie auch immer. Die Charaktere sind nicht dafür gemacht, eine glückliche Beziehung zu führen, deshalb kann man trotzdem keine Romanze erwarten.
Jetzt würde ich die Geschichte auch gerne aufschreiben. Da gibt es nur ein Problem - ich kann mich nicht für eine Sprache entscheiden. Irgendwann habe ich die Geschichte handschriftlich auf Englisch angefangen (damals ganz planlos, es ist auch nicht mehr als ein Absatz vorhanden) und würde sie eigentlich auch gern auf englisch weiterschreiben. Andererseits habe ich auch einige schöne Passagen auf Deutsch im Kopf. Sowas nervt mich immer - wenn die Hälfte der Textfetzen, die mein Hirn mir ausspuckt in der einen Sprache sind und die andere Hälfte in einer anderen. Fehlt nur noch, dass auch noch Bulgarisch, Französisch und Spanisch dazukommen. <.< Aber das bezweifle ich eher, denn Englisch und Deutsch sind bei mir gerade die aktivsten Sprachen.
Tja. Was mache ich nun? Vielleicht konzentriere ich mich erstmal auf die zahlreichen anderen Projekte, die ich angefangen habe. Das wäre auch was. Naja, immerhin habe ich die erste Szene aus dem dritten Zur Hölle!-Kapitel fast fertig. Das ist doch auch was.
Oder aber, und das wäre fast noch besser, ich fange endlich mal an, etwas für die Schule zu machen. Immerhin bin ich nur noch vier Monate in dem Laden. :P
Naja, ich sehe mal, was wird. Und jetzt versuche ich erstmal, einen guten Vorsatz in die Tat umzusetzen und tatsächlich mal was Nützliches zu tun. Gestern hat es immerhin auch geklappt und ich bin zum Sport gegangen. Vielleicht habe ich sogar bald wieder so etwas wie Motivation. ^^'
♫♪ Keep calm and rock on. ♪♫
Samstag, 15. Februar 2014
Dienstag, 11. Februar 2014
Du räumst jetzt auf, oder ich mach dir die Hölle heiß! (Im wahrsten Sinne des Wortes...)
Frieden ist schon eine merkwürdige Sache. Es ist schwer, sich an ihn zu gewöhnen, zumindest, wenn man sich Jahrhunderte, nein, Jahrtausende lang Spinnefeind gewesen ist. Selbst, wenn nicht die ganze Zeit über Krieg herrscht, erwartet man doch, dass die andere Seite jederzeit angreifen kann, sich auf das kleinste Missgeschick stürzt wie ein verhungernder Hund auf ein saftiges Steak, um endlich einen Vorwand zu haben, dem eigenen Hass Luft zu machen. Ein Bisschen so, wie es sich damals zwischen Amerika und der Sowjetunion abgespielt hat. Eine meiner Meisterleitungen übrigens, vielen Dank auch.
Teuflischer Babysitter nennt sich die Geschichte, von der ich euch hier den Anfang gegeben hab. Zumindest ist das der Arbeitstitel. Und die Geschichte ist genau das, was dieser unkreative Titel aussagt. Exactly what it says on the tin. Man nehme den Babynator und sämtliche anderen Filme dieser Art, setze dem Ganzen Teufelshörner auf und schon hat man dieses Machwerk hier.
...
Naja, fast.
Teuflischer Babysitter wird, wenn sie einmal fertig ist, meine bisher unangenehmste Geschichte sein. Sie wird hässlich. Wirklich hässlich. Eine Tragikkomödie pur, extrem zynisch und wahrscheinlich trotz so einiger billiger Gags keine leichte Lektüre. Immerhin ist der Protagonist der Teufel und um Einiges fieser als Luzi aus Zur Hölle!. Er ist ein Arschloch und macht keinen Hehl daraus. Aber vielleicht ist er genau das, was die kleine Emely braucht. Die ist ihrem (absolut unfreiwilligen, vielen Dank auch) neuen Pflegevater nämlich ähnlicher, als er denkt. Und hier kommen wir zum tragischen Teil der Tragikkomödie. Ganz ehrlich - ihr glaubt doch wohl selbst nicht, dass ein Kind grundlos so drauf ist wie der Teufel persönlich?
Viel mehr möchte ich jetzt auch noch gar nicht verraten. Die Geschichte ist durchgeplant (wird am Ende einen Prolog und 13 Kapitel umfassen) und irgendwann komme ich auch dazu, sie zu schreiben. Vielleicht sogar bald. Ich bin nämlich gerade in der Stimmung für Tragikkomödien. Und für Gemeines, Hässliches allgemein.
...
Wie war das? Nein, mir geht's gut. Wie kommt ihr darauf? Ich muss weder Frust abbauen noch hat dieser Frust, den ich absolut nicht habe, irgendwas mit unserem Schulsystem zu tun. Und es ist auch absolut unwahrscheinlich, dass ich irgendwann mal einen Meckerpost dazu veröffentliche... *pfeif* *duckundwech*
Sonntag, 2. Februar 2014
Es geht voran
Ich will nicht länger in einer Gesellschaft leben, die von der Angst vor dem Staat dominiert wird.
Ich will nicht länger unter einem Staat leben, der seine Gesetze willkürlich und unbegründet verändert.
Ich will nicht länger mit Gesetzen leben, die sich auf einer veralteten, widersprüchlichen Ideologie stützen.
Ich will nicht länger mit einer Ideologie leben, die ihre Macht aus der Unterdrückung des Bürgers zieht.
Ich will nicht länger mit dieser Unterdrückung leben, die allein mit einem verqueren Verständnis von Sünde begründet wird.
Ich will nicht länger mit dieser Sünde leben, die gar keine ist.
Inspiriert von Juli Zehs Corpus Delicti, genau genommen dem Kapitel "Wie die Frage lautet". Irgendwann im zweiten Teil von Zur Hölle! werde ich das einbauen. Ich weiß auch schon in etwa wo.
Langsam aber sicher geht es voran mit dem Roman. Den Prolog und das erste und zweite Kapitel habe ich inzwischen fertiggestellt. Ich habe sie komplett neu schreiben müssen. Und jetzt hatte ich die Inspiration für diese Rede. Ich glaube, ih schreibe das ganze Ding, selbst wenn nur ein kleiner Teil (i.e. der Text oben) im Roman wirklich vorkommt.
Wie auch immer, die Geschichte hat sich nun doch sehr verändert. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen (was ich dann aber leider sowieso doch immer tue), aber so viel kann ich verraten: es wird sehr viel politischer als die vorige Version. Und auch etwas ernster, auch wenn ich versuche, meinen Sarkasmus zu behalten. Es wird aber mehr politischer Humor, gesellschaftskritischer Humor und Galgenhumor vorkommen. Und öfter auch mal alles zusammen.
Fantasy - Elemente wird es immer noch geben, aber nur noch sehr wenige. Einige sind wichtig (wenn auch nicht zentral), die meisten einfach nur ein Teil des Alltagslebens. Meine Betaleserin meinte bereits, Zur Hölle! liest sich mehr wie Realität als wie Fantasy und das wird nun noch mehr der Fall sein.
Eigentlich ist das ja nicht so schlau. Weil Realitäts-Liebhaber dann schnell vom Genre abgeschreckt sind und für Fantasy-Liebhaber zu wenig Fantasy drin ist. Ein breites Publikum werde ich mit der Geschichte nicht mehr anlocken. Aber mir gefällt sie so nun einmal am besten und fühlt sich einfach richtiger an, deshalb nehme ich das in Kauf. ^^
Jetzt muss ich erstmal einen Crashkurs in Esperanto machen, um mir einen guten Namen für eine Terrorgruppe zu überlegen. Generell brauche ich viele Namen, wobei ich hohe Ansprüche habe und gleichzeitig schrecklich unkreativ bin. ^^' Alles muss ich neu benennen - Länder, Städte, politische Parteien, Firmen, Restaurants, Bars, Cafés, Vereine und und und. Und es soll an den Alltag erinnern. Nur kann ich trotzdem nichts Bestehendes nehmen. Das ist gar nicht so leicht. Aber irgendwie macht es auch Spaß, das muss ich schon sagen.
Wie auch immer, wenn das fünfte Kapitel fertiggestellt und betagelesen ist, werde ich die Geschichte wieder online stellen und nach und nach updaten. Also noch drei Kapitel, dann ist sie wieder im Netz zu finden. Ich hoffe mal, dass sie zumindest einigen Lesern dann immer noch gefällt. :)
Sonntag, 19. Januar 2014
Märchenstunde
Huch. Ich hab hier ja noch diesen Post rumliegen. Eigentlich müsste ich den Text nochmal überarbeiten, aber dazu hab ich grad nicht die Muse, deshalb lass ich ihn so auf die Leserschaft los. 3:)
Random Fact: Ich höre gerade Black Eyed Peas. Was ungewöhnlich ist, weil ich meistens Rock höre, aber da ich bin gerade in der Stimmung. Außerdem haben die Erinnerungswert.
Aber das hat absolut nichts mit dem folgenden Text zu tun, also lasst euch davon nicht verwirren. ^^
Und die Moral von der Geschicht? Willst du jemandem was verbieten, dann zeig's ihm bloß nicht. Oder so. Mit dieser Geschichte nehme ich eigentlich wieder etwas vorweg, andererseits auch wieder nicht. Ich will sie nicht allzu sehr erklären. Nur so viel: dieses kleine Märchen hat Luzi sich ausgedacht als er klein war (deshalb der hoffentlich einigermaßen kindliche Stil. Aber ich werde den Text morgen eh nochmal übearbeiten) und seinen Brüdern erzählt. Die waren begeistert, denn er war schon immer ein guter Geschichtenerzähler. Aber nachdem sein Papi davon erfahren hat, hat der sich ihm gegenüber etwas ... anders verhalten. Gottes Liebling? Von wegen. XD
Irgendwann wird das Geschichtchen auch im zweiten Teil von Zur Hölle! angesprochen, aber nicht weiter ausgeführt. Passt nicht rein. Aber ich überlege, ob ich die ganzen Geschichten, die ich zur Kindheit meiner Engelchen im Kopf habe, nicht doch mal alle aufschreiben und veröffentlichen sollte. Da ist vom lustigen Monster im Schrank bis hin zum ernsten Thema Kindesmissbrauch alles dabei. Allerdings ist nicht jeder so begeistert von meinen Teufelchen wie ich, deshalb weiß ich nicht, ob das wirklich jemanden interessiert. ^^'
Was, in der Geschichte sind euch ein paar Sachen bekannt vorgekommen? *pfeif* Das war Absicht. ;)
Ich will übrigens damit niemanden beleidigen. Wirklich nicht.Die Warnung habe ich schon bei der Geschichte selbst gesetzt. Warum wohl? Und wenn ich das doch getan haben sollte, tut mir das leid. Aber das mit dem Märchen konnte ich nicht lassen.*duckundwech*
Random Fact: Ich höre gerade Black Eyed Peas. Was ungewöhnlich ist, weil ich meistens Rock höre, aber da ich bin gerade in der Stimmung. Außerdem haben die Erinnerungswert.
Aber das hat absolut nichts mit dem folgenden Text zu tun, also lasst euch davon nicht verwirren. ^^
Vor langer Zeit lebte in einem Wald
voller sprechender Tiere ein Geist. Es war ein guter, weiser Geist, der über
den ganzen Wald herrschte und alle Tiere gleichermaßen liebte. Wenn eines der
Tiere Sorgen hatte, dann kam es zu ihm und fragte um Rat, wenn ein Tier krank
war, dann beeilte er sich, es zu heilen. Dafür liebten und verehrten die Tiere
ihn und gehorchten ihm bereitwillig, denn sie wussten ja, dass er immer nur ihr
Bestes im Sinn hatte und ihnen nie einen Befehl geben würde, der ihnen
schadete. So lebten alle glücklich zusammen im Wald und der Geist herrschte mit
Güte und Milde über das Reich der Tiere.
Lange Zeit war er zufrieden mit seinen Tieren
und dem Leben, das sie führten. Eines Tages jedoch begann er, an ihrer Treue zu
zweifeln. Er wurde immer unsicherer und fragte sich, ob sie seinen Befehlen
wohl auch noch folgen würden, wenn sie den Sinn dahinter nicht sofort begriffen,
oder ob sie sich, primitiv wie sie in ihrem Denken waren, widersetzen würden.
Also beschloss er, den Gehorsam der Tiere zu testen, rief sie zu einer
Versammlung zusammen und führte sie zu einem Baum.
"An diesem Baum hängen die Früchte,
von denen ich esse", erklärte er den Tieren. "Sie geben mir mein
Wissen und meine Weisheit, welche ich benötige, um ein guter Herrscher zu sein.
Ich möchte nicht, dass ihr von ihnen esst."
"Warum denn nicht?", fragte ein
Reh erstaunt.
"Das kann ich euch nicht genau
erklären", erwiderte der Geist und tätschelte dem Reh liebevoll den Kopf.
"Aber es ist das Beste, glaubt mir."
"Und warum zeigst du sie uns
dann?", fragten die neugierigen Affen.
"Weil ich euch vertraue, dass ihr
auch diesmal auf mich hört und euch meinen Anweisungen nicht widersetzt. Nutzt
dieses Vertrauen bitte nicht aus. Ich möchte, dass ihr mir auch dann vertraut, wenn
ihr nicht alles begreift. Die Früchte würden euch nicht gut tun."
Nach der Versammlung waren die Tiere
sehr verwirrt. Aber sie befolgten den Befehl des Geistes, denn sie liebten ihn
noch immer und verließen sich darauf, dass er ihr nur Bestes wollte und sein
Gründe dafür hatte, ihnen die Früchte zu verbieten. Bald schon war der Baum mit
dem verbotenen Obst vergessen und im Wald kehrte wieder Ruhe ein. Lediglich die
neugierigen Affen, die Raben und die Schlange konnten nicht aufhören, an den
geheimnisvollen Baum zu denken.
"Warum nur sollen wir nicht von dem
Obst essen?", fragte einer der Affen. "Und warum tut er uns diese
Unsicherheit an? Es nicht zu verstehen ist noch schlimmer, als es nicht zu
dürfen."
"Vielleicht", sagte die
Schlange, "Vielleicht können wir es nicht verstehen, weil
uns dazu die Weisheit fehlt. Um es zu verstehen, müssten wir die Früchte
essen."
"Aber das ist uns doch
verboten", warf ein anderer Affe ein. "Was machen wir jetzt?" Da
meldete die Schlange sich wieder zu Wort.
"Ich werde zum Baum kriechen und
von den Früchten essen. Ich bin klein und wendig und kann mich gut verstecken,
der Geist wird mich also nicht bemerken. Wenn ich die Weisheit und das Wissen
habe, komme ich zurück und erkläre es euch so, dass ihr es auch begreift."
Die anderen Tiere waren einverstanden. Also machte die Schlange sich auf den
Weg zum verbotenen Baum. Aber ohne Arme und Beine konnte sie den glatten Stamm nicht
erklimmen und so gelang es ihr nicht, die Früchte zu erreichen, egal wie sehr
sie es versuchte, nach oben zu kriechen. Als es dunkel wurde, kehrte sie
enttäuscht zurück und erklärte den Anderen die Lage.
"Einer von euch wird es tun müssen.
Entweder die Affen, die klettern können, oder die Raben, die hinauf fliegen
können. Mir bleibt die Weisheit leider verwehrt."
Die Affen und die Raben bewunderten
trotz des Misserfolgs den Mut der Schlange, aber keiner von ihnen traute sich,
sich dem Befehl des guten Geistes zu widersetzen, deshalb gingen sie schlafen
und beschlossen, die Sache hinter sich zu lassen. In der Nacht jedoch konnten
die Affen keine Ruhe finden. Mehr denn je wollten sie wissen, was es mit den
Früchten auf sich hatte. Also berieten sie sich am nächsten Tag mit den Raben
und der Schlange und beschlossen, zusammen zu dem Baum zu gehen und von den
Früchten zu essen. Zuerst traute einer der Affen sich, eine Frucht zu pflücken
und hineinzubeißen.
"Es schmeckt gut", sagte er zu
den Anderen und so begannen die anderen Affen ebenfalls, von dem Obst zu essen.
Zuerst bemerkten sie keine Veränderung. Die Früchte waren süß und saftig und
schienen sie nicht zu vergiften. Sie fragten sich, warum der Geist gedacht
hatte, dass es ihnen schaden würde.
"Er muss sich geirrt haben",
meinte ein Affe. Es war das erste Mal, dass eines der Tiere das Urteil des
Geistes anzweifelte; zuvor war alles, was er gesagt hatte, die einzige Wahrheit
für die Waldbewohner gewesen. Da trauten sich auch die Raben, vom verbotenen
Obst abzubeißen. Doch bevor sie sich satt essen konnten, hörten sie eine laute
Stimme nach ihnen rufen.
"Habe ich euch nicht gesagt, dass
ihr von diesem Obst nicht essen dürft? Wie könnt ihr es waren, euch mir zu
widersetzen?" Der Geist war zurückgekehrt und er war sehr zornig. Zur
Strafe verwandelte er die Früchte in Augäpfel und Aas, welches die Affen
angewidert fallen ließen. Die Raben jedoch waren so erschrocken, dass sie die
Verwandlung nicht bemerkten und weiter aßen, sodass sie noch lange Zeit später
mit dem Tod in Verbindung gebracht werden sollten. Der Schrecken der Affen,
welche schon mehr von den Früchten gegessen hatten, wich dagegen bald darauf starker
Wut.
"Es hat uns nicht geschadet",
erwiderten sie. "Ganz im Gegenteil. Jetzt begreifen wir endlich, dass du
lediglich das Wissen für dich behalten und uns dumm halten wolltest, um über
uns herrschen zu können. Aber wir müssen uns dir nicht mehr unterwerfen. Wir
können ab jetzt unsere eigenen Herren sein."
Der Geist wurde noch zorniger. Zur
Strafe nahm er den Affen ihr Fell, sodass sie nackt und ungeschützt vor Wind
und Wetter waren, und jagte sie aus dem Wald hinaus. Den anderen Tieren nahm er
ihre Fähigkeit zu sprechen und hetzte sie gegeneinander auf, sodass sie sich
gegenseitig jagten und fraßen, damit sie sich nicht mehr gegen ihn verbünden
konnten. Die Raben durften ihr Federkleid behalten, denn sie hatten noch nicht
so viel gegessen und der angerichtete Schaden war nicht so groß wie bei den
Affen. Allerdings sollten sie von nun an als Unglücksvögel gesehen werden. Die
Schlange dagegen sollte von nun an als böswilliger Verführer gelten, damit ihr
nie wieder jemand Glauben und Vertrauen schenkte.
Zum Schluss ließ der Geist es eine Woche
lang regnen, damit im Wald alle Spuren der Affen weggewaschen und sie vergessen
wurden. So kehrte wieder Ruhe und Harmonie im Wald ein, das Wasser wusch alle
Schuld und alle Erinnerungen an den unglücklichen Vorfall fort und die Tiere
verbrachten ihr restliches Leben in seliger Unwissenheit.
Und die Moral von der Geschicht? Willst du jemandem was verbieten, dann zeig's ihm bloß nicht. Oder so. Mit dieser Geschichte nehme ich eigentlich wieder etwas vorweg, andererseits auch wieder nicht. Ich will sie nicht allzu sehr erklären. Nur so viel: dieses kleine Märchen hat Luzi sich ausgedacht als er klein war (deshalb der hoffentlich einigermaßen kindliche Stil. Aber ich werde den Text morgen eh nochmal übearbeiten) und seinen Brüdern erzählt. Die waren begeistert, denn er war schon immer ein guter Geschichtenerzähler. Aber nachdem sein Papi davon erfahren hat, hat der sich ihm gegenüber etwas ... anders verhalten. Gottes Liebling? Von wegen. XD
Irgendwann wird das Geschichtchen auch im zweiten Teil von Zur Hölle! angesprochen, aber nicht weiter ausgeführt. Passt nicht rein. Aber ich überlege, ob ich die ganzen Geschichten, die ich zur Kindheit meiner Engelchen im Kopf habe, nicht doch mal alle aufschreiben und veröffentlichen sollte. Da ist vom lustigen Monster im Schrank bis hin zum ernsten Thema Kindesmissbrauch alles dabei. Allerdings ist nicht jeder so begeistert von meinen Teufelchen wie ich, deshalb weiß ich nicht, ob das wirklich jemanden interessiert. ^^'
Was, in der Geschichte sind euch ein paar Sachen bekannt vorgekommen? *pfeif* Das war Absicht. ;)
Ich will übrigens damit niemanden beleidigen. Wirklich nicht.
Samstag, 18. Januar 2014
Das ging schneller als erwartet
Ich war motiviert. Und es hat sich gelohnt. De Geschichtensammler ist nun mit sofortiger Wirkung wieder online (klick!).
Tatsächlich hat sich herausgestellt, dass die Geschichten doch nicht so miserabel sind, wie ich dachte. Und das, obwohl ich die meisten mit 17 geschrieben habe. Ich bin relativ stolz darauf, muss ich sagen. Wobei ich dazu sagen muss, dass die Geschichten, die ich am meisten überarbeiten muss, noch kommen. Das wird vor allem Schicksalsschlag sein, zu dem ich auch noch eine Fortsetzung schreiben will. Insofern ist es schon gut, dass ich das Ding einmal gelöscht habe.
Schneller geht es vor allem, weil ich im Gegensatz zu Zur Hölle! zumindest inhaltlich kaum etwas verändern muss. Aber mit meinen Teufelchen komme ich auch voran. Das erste Kapitel, welches ich komplett neu schreiben muss, ist nun zu zwei Dritteln fertig. Vielleicht kann ich die Geschichte ja auch bald wieder hochladen. Mal sehen. ^^
(Der neue Prolog ist übrigens auf dem Schreibliesl hochgeladen. Hatte ich das schon erwähnt? Aber da muss man ja registriert sein.)
Tatsächlich hat sich herausgestellt, dass die Geschichten doch nicht so miserabel sind, wie ich dachte. Und das, obwohl ich die meisten mit 17 geschrieben habe. Ich bin relativ stolz darauf, muss ich sagen. Wobei ich dazu sagen muss, dass die Geschichten, die ich am meisten überarbeiten muss, noch kommen. Das wird vor allem Schicksalsschlag sein, zu dem ich auch noch eine Fortsetzung schreiben will. Insofern ist es schon gut, dass ich das Ding einmal gelöscht habe.
Schneller geht es vor allem, weil ich im Gegensatz zu Zur Hölle! zumindest inhaltlich kaum etwas verändern muss. Aber mit meinen Teufelchen komme ich auch voran. Das erste Kapitel, welches ich komplett neu schreiben muss, ist nun zu zwei Dritteln fertig. Vielleicht kann ich die Geschichte ja auch bald wieder hochladen. Mal sehen. ^^
(Der neue Prolog ist übrigens auf dem Schreibliesl hochgeladen. Hatte ich das schon erwähnt? Aber da muss man ja registriert sein.)
Mittwoch, 15. Januar 2014
Un rêve noir - mit Trenchcoat und Fedorahut
Es geschah gestern Abend, als ich aus der Bahn ausstieg. Sofort merkte ich, dass ein merkwürdiger ästhetischer Zauber in der Luft lag. Es war dunkel, beinahe stockfinster, und nur die Straßenlaternen und die Lichter der Läden und Häuserblöcke beleuchteten die Gegend. Nebel lag in der Luft, sodass alles etwas weiter weg, etwas gemalter aussah, aber nie ganz verdeckt wurde. Alles wirkte in der Dunkelheit beinahe Schwarz-Weiß. Mein Viertel, das sonst ein langweiliges Kaff ist, wurde plötzlich zu einer City Noir.
Ich bog in den Weg, den ich immer ging und betrachtete den krassen Kontrast zwischen den grellen Lichtpunkten der Straßenlaternen und dem finstere breiten Weg. Die Menschen waren in dem Licht ledigich als schwarze Umrisse erkennbar. Etwa fünfzehn bis zwanzig Meter vor mir ging eine junge Frau, elegant in schwarz gekleidet. Ihr langes, hellblondes Haar wehte bei jedem Schritt ein wenig mit und reflektierte das Licht das Laternen, sodass auch an ihr die herrlichen Kontraste zu sehen waren, die die Ästhetik des Film Noir ausmachen. Low Key Lighting nennt man das. Mein Herz schlug schneller, als ich diese Szene beobachtete, mir wurde ganz wuschig und ein Teil von mir schrie: "Filmen, Filmen, Filmen!" Ich ging genau in der Position eines unbekannten Verfolgers. War ich ein Ganove mit Trenchcoat und Fedorahut und einem alten Revolver in der Tasche, der die schöne Unbekannte umbringen wollte? War ich ein Liebhaber (oder eher eine Liebhaberin. Ho Yay ftw), der sie einholen wollte? War ich ein vom Leben gezeichneter Detektiv der zu viel Whisky trank (oder eher eine Detektivin), natürlich mit Trenchcoat und Fedorahut bekleidet, der sich von ihr irgendwelche Informationen erhoffte? Ich wusste es selbst nicht. Alles, was ich wusste, war: Diese Szene ist perfekt.
Am liebsten wäre ich zu der Frau hingerannt, hätte sie am Oberarm festgehalten und ihr mit heiserer Stimme gesagt: "Willst du unsere Schauspielerin werden? Bitte! Unsere weibliche Hautrolle hat abgesagt und unsere Gruppe würde alles dafür tun, damit unsere Ersatzschauspielerin nicht vor der Kamera mit ihrem Bruder anbändeln muss!" Alternativ hätte ich auch einfach gefragt, ob sie noch einmal die Strecke entlanggehen kann und ob ich sie dabei aus zwanzig Metern Entfernung filmen darf.
Und dann verschwand sie in einem Häusereingang und ich habe sie nicht wiedergesehen. Mein gammeliger Häuserblock nahm fast mein gesamtes Blickfeld ein, am Ende der Straße waren der Rossman und die Rohlfs-Bäckerei zu sehen, die unbedingt auch dann die Lichter anlassen und Strom verschwenden mussten, wenn sie bereits geschlossen hatten, und der Zauber war vorbei. Was blieb, war die Erinnerung an die perfekte Noir-Szene, nun mit einem schalen Beigeschmack. Mein imaginärer Fedorahut war verschwunden, vermutlich vom imaginären Wind fortgeweht, der diese herrlichen blonden Haare noch mehr zur Geltung gebracht hätte, sodass der imaginäre Film, den ich gedreht hätte, einen noch größeren Effekt hat.
Vielleicht sollte ich folgende Dinge noch erwähnen:
- Ich habe eine sehr große Schwäche für Film Noir und alle Klischees, die daraus entstanden sind, besonders aber für diese Noir-Ästhetik. Ich LIEBE Trenchcoats und Hüte. *_*
- Ich habe schon immer sehr "filmisch" gedacht, meine Geschichten als Kopfkino gesehen
- Ich habe ein Fach namens Film, das meine innere Regisseurin dazu gebracht hat, zu mutieren wie ein aggressiver Tumor
- Dieser Post ist mit dem Tag "Sinnbefreites" versehen worden. Ergo ist er auch genau das. ;)
Ich bog in den Weg, den ich immer ging und betrachtete den krassen Kontrast zwischen den grellen Lichtpunkten der Straßenlaternen und dem finstere breiten Weg. Die Menschen waren in dem Licht ledigich als schwarze Umrisse erkennbar. Etwa fünfzehn bis zwanzig Meter vor mir ging eine junge Frau, elegant in schwarz gekleidet. Ihr langes, hellblondes Haar wehte bei jedem Schritt ein wenig mit und reflektierte das Licht das Laternen, sodass auch an ihr die herrlichen Kontraste zu sehen waren, die die Ästhetik des Film Noir ausmachen. Low Key Lighting nennt man das. Mein Herz schlug schneller, als ich diese Szene beobachtete, mir wurde ganz wuschig und ein Teil von mir schrie: "Filmen, Filmen, Filmen!" Ich ging genau in der Position eines unbekannten Verfolgers. War ich ein Ganove mit Trenchcoat und Fedorahut und einem alten Revolver in der Tasche, der die schöne Unbekannte umbringen wollte? War ich ein Liebhaber (oder eher eine Liebhaberin. Ho Yay ftw), der sie einholen wollte? War ich ein vom Leben gezeichneter Detektiv der zu viel Whisky trank (oder eher eine Detektivin), natürlich mit Trenchcoat und Fedorahut bekleidet, der sich von ihr irgendwelche Informationen erhoffte? Ich wusste es selbst nicht. Alles, was ich wusste, war: Diese Szene ist perfekt.
Am liebsten wäre ich zu der Frau hingerannt, hätte sie am Oberarm festgehalten und ihr mit heiserer Stimme gesagt: "Willst du unsere Schauspielerin werden? Bitte! Unsere weibliche Hautrolle hat abgesagt und unsere Gruppe würde alles dafür tun, damit unsere Ersatzschauspielerin nicht vor der Kamera mit ihrem Bruder anbändeln muss!" Alternativ hätte ich auch einfach gefragt, ob sie noch einmal die Strecke entlanggehen kann und ob ich sie dabei aus zwanzig Metern Entfernung filmen darf.
Und dann verschwand sie in einem Häusereingang und ich habe sie nicht wiedergesehen. Mein gammeliger Häuserblock nahm fast mein gesamtes Blickfeld ein, am Ende der Straße waren der Rossman und die Rohlfs-Bäckerei zu sehen, die unbedingt auch dann die Lichter anlassen und Strom verschwenden mussten, wenn sie bereits geschlossen hatten, und der Zauber war vorbei. Was blieb, war die Erinnerung an die perfekte Noir-Szene, nun mit einem schalen Beigeschmack. Mein imaginärer Fedorahut war verschwunden, vermutlich vom imaginären Wind fortgeweht, der diese herrlichen blonden Haare noch mehr zur Geltung gebracht hätte, sodass der imaginäre Film, den ich gedreht hätte, einen noch größeren Effekt hat.
Vielleicht sollte ich folgende Dinge noch erwähnen:
- Ich habe eine sehr große Schwäche für Film Noir und alle Klischees, die daraus entstanden sind, besonders aber für diese Noir-Ästhetik. Ich LIEBE Trenchcoats und Hüte. *_*
- Ich habe schon immer sehr "filmisch" gedacht, meine Geschichten als Kopfkino gesehen
- Ich habe ein Fach namens Film, das meine innere Regisseurin dazu gebracht hat, zu mutieren wie ein aggressiver Tumor
- Dieser Post ist mit dem Tag "Sinnbefreites" versehen worden. Ergo ist er auch genau das. ;)
Samstag, 11. Januar 2014
Schon wieder.
Der Geschichtensammler ist jetzt auch gelöscht. Aus demselben Grund wie 'Zur Hölle!'. Nun habe ich also zwei Geschichten zur Generalüberholung gelöscht, obwohl sie meine Lieblingsbabys sind - oder vielleicht gerade weil sie meine Lieblingsbabys sind. Ich weiß zwar nicht, wie lange ich brauche, bis ich sie wieder neu hochladen kann, aber ich gebe mir die größte Mühe.
Und außerdem bin ich bei beiden Geschichten bereit, die alten Kapitel noch per Mail zu verschicken, falls jemand sie haben will (und sich im Falle von 'Zur Hölle!' nicht erst beim Schreibliesl registrieren will). Nicht zu vergessen, dass ich hier immer mal wieder einen Eintrag posten werde, der sich mit den Geschichten befasst.
So, das war's auch schon von mir. Ich bin krank, müde und habe eine Menge zu tun, deshalb bin ich wieder weg. Bitte nehmt mir die Löschungen nicht übel - sie mussten sein. ^^'
Und außerdem bin ich bei beiden Geschichten bereit, die alten Kapitel noch per Mail zu verschicken, falls jemand sie haben will (und sich im Falle von 'Zur Hölle!' nicht erst beim Schreibliesl registrieren will). Nicht zu vergessen, dass ich hier immer mal wieder einen Eintrag posten werde, der sich mit den Geschichten befasst.
So, das war's auch schon von mir. Ich bin krank, müde und habe eine Menge zu tun, deshalb bin ich wieder weg. Bitte nehmt mir die Löschungen nicht übel - sie mussten sein. ^^'
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