♫♪ Keep calm and rock on.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ich bin wirklich gut!

Und zwar darin, mich zu verspäten. heute war ich glech zweimal unpünktlich, sowohl zur Vorlesung heute Morgen als auch zum Matheunterricht am Nachmittag. Und den Post hier, den schreibe ich auch recht spät. Ja. So viel zu einem Bericht direkt nach der Prüfung ...

Die ist aber ganz gut gelaufen. 10 von insgesamt 100 Punkten, die man mit allen Prüfungen zusammen erreichen kann, hatte ich ja schon von der Hausarbeit, die wir für Medizinische Soziologie schreiben mussten. Die Höchstpunktzahl - und bevor jetzt jemand meint, das wäre besonders toll: es ist nichts Besonderes. Man musste sie nur halbwegs gelungen schreiben, um die 10 Punkte zu kriegen. Benotungen - also verschiedene Punktzahlen - gab es nicht, weil es bei dieser Aufgabe - einem Bericht über ein Patienteninterview - nicht möglich war, für gleiche Voraussetzungen zu sorgen. Immerhin kann man immer mal Pech haben und einen Patienten erwischen, der nichts von sich erzählen will.

Weiter geht's mit dem Testat. 20 von 20 Punkten ... ich habe keine Ahnung, wie ich das geschafft habe! Ehrlich nicht. Bei der zweiten Station gab es eine Menge Dinge, die ich nicht wusste und die die Dozentin mir erklärt hat. Die erste Station ist dagegen perfekt gelaufen und bei dem Dozenten habe ich, denke ich, auch einen guten Eindruck gemacht. Ich habe aber den Eindruck, dass in diesem Jahr alle sehr nett benotet wurden, denn bestanden hat so gut wie jeder und es gibt auch eine Menge Studenten mit sehr guten und sogar vollen Punktzahlen. Vielleicht ist das eine Art Ausgleich, weil die Dozenten letztes Jahr anscheinend ziemlich streng waren. Jedenfalls freue ich mich über meine 20 Punkte. Querschnitte kamen übrigens gar nicht dran, dafür die sensible Innervation der Arsch- ich meine der Glutealregion. Welche ich besonders gut konnte, weil ich sie mit einer Freundin ständig aufgesagt hatte. :P

In der MC-Klausur hatte ich dann ein .. naja, sagen wir mittelmäßiges Gefühl, aber mit 55 von 70 Punkten bin ich eigentlich ganz zufrieden, vor allem wenn man bedenkt, dass ich nach dem Testat gar nicht mehr gelernt hatte. Damit hab ich jetzt 85 von 100 Punkte im gesamten Modul und bestanden.
Yes! Ich werd Ärztin. Oder Forscherin.
...
Wenn ich das noch weitere 17-mal schaffe, plus die Prüfung Normalfunktion, plus den zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung.
Yay.
Wenn ich ehrlich bin, zweifle ich manchmal schon daran, ob ich mir wirklich das Richtige ausgesucht hab. Nicht etwa, weil ich das Fach nicht mag, sondern weil ich mich frage, ob ich in den nächsten 6 Jahren noch etwas anderes im Leben haben werde als Lernen und Prüfungen für die Uni. Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass ein Teil von mir noch ein unreifer Teenager ist, der sich alles Mögliche erträumt hat und alles auf einmal haben will. Und wenn man sich für einen Weg entscheidet, dann muss man zwangsläufig andere Dinge aufgeben. Oder zumindest darin zurückstecken. In meinem Fall ist das die Musik, die ich jahrelang gerne ernsthafter verfolgt hätte, und ansonsten so ziemlich alles, was man außerhalb der Uni in seiner Freizeit macht. Aber mal sehen, vielleicht gibt es ja auch entspanntere Module als dieses. Vielleicht habe ich trotz verkürzter Semesterferien und Praktika doch noch etwas Zeit, um besagte fast nicht existente Ferien auch für andere Dinge zu nutzen. Und ein Freisemester werde ich sowieso nehmen.
Ja. Und vielleicht kriege ich es irgendwie noch hin, so etwas wie eine Jugend zu haben. Mal sehen. ^^
Zumindest das Wahlpflicht-Modul, das ich im Moment mache, ist recht entspannt, da muss ich nachmittags nicht mehr so viel tun. :D

Ja. Neben einer merkwürdigen Mischung aus Stolz und düsteren, eventuell einfach wintertiefbedingten Gedanken hab ich aber noch etwas zu bieten, und zwar Playlists. Oder zumindest eine Playlist, eine unvollständige zwar (da kommen noch viiiiieeeel mehr Songs dazu), aber ich mag sie jetzt schon total gerne. Und zwar zu Nichts währt ewig. Einmal hätten wie sie hier bei Spotify und einmal bei YouTube.



Wer weiß, vielleicht können einige ja sogar den einen oder anderen Song einem der Charaktere zuordnen ... :P

Und bald werd ich hoffentlich wieder was von mir posten können. Ich übe nämlich gerade fleißig einen Song, hasse im Moment aber noch so gut wie jede Aufnahme davon (es sind über 40 ...) - außer der ersten! Die ist alles andere als perfekt, aber dafür, dass es die allererste Aufnahme ist, die ich so gut wie ohne Übung gemacht hab, bin ich echt stolz drauf. Und sobald ich eine hab, die ich wirklich gut finde (oder sagen wir nicht ganz so ... unerträglich mittelmäßig und fehlerhaft), werde ich beide hier posten, einfach mal als Vergleich. ^^
Und dann bin ich vielleicht nicht gut, sondern besser. Und zwar besser, als ich vorher war. Ob man irgendwas davon auch nur im entferntesten als "gut" bezeichnen kann, ist dann aber nochmal eine völlig andere Sache. ;D

Montag, 1. Dezember 2014

Ich muss mich vorm Lernen drücken, deshalb ein Happy Birthday Post. Oder so.

Ja, oder so. ^^'
Tatsächlich habe ich heute seit Stunden nichts gelernt, obwohl ich die Zeit dazu gehabt hätte. Und es auch bitter nötig hätte, einige Dinge nochmal zu wiederholen. Morgen habe ich nämlich Testat, und ich weiß eine Menge Dinge nicht. ^^' Das .. wird lustig. Ich kann bunte Bilder von Transversalschnitten anschauen und darauf dann Dinge benennen. Klar, das kann ich. Ist super easy. Total. Ich mein, da erkennt doch jeder Blinde, dass das ein Picasso ist.
Oder Dinge an der Leiche finden, das ist ein Bisschen netter. Zumindest, wenn die Leiche gut präpariert ist. Ich frage mich ja, was passiert, wenn man während der mündlichen Prüfung plötzlich anfängt zu weinen oder in Ohnmacht fällt. Gilt das dann als nicht bestanden oder nicht angetreten? :P

Jedenfalls sollte ich lernen. Und das werde ich gleich sowieso tun, weil ich mich selbst morgen sonst hassen werde. Aber nachdem ich mir stundenlang Kätzchenvideos reingezogen hab, kann ich mich auch noch ein paar Minuten länger ablenken, um einen kleinen Blogeintrag zu schreiben. Heute ist nämlich der erste Geburtstag meines Blogs. Am 1.12.2013 habe ich den ersten Eintrag von Lias Scrapbook geschrieben. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hätte nicht gedacht, dass ich den Blog hier ein ganzes Jahr lang durchhalten würde. Und auch noch mit über 100 Posts. O.o Aber ich hab ihn liebgewonnen, deshalb behalte ich ihn auch. Und 128 Posts, 7 Follower, 283 Kommentare und insgesamt 8456 Aufrufe ist doch keine schlechte Statistik für ein Jahr. ^^
Ob Lia's Scrapbook nun das geworden ist, was ich mir vor einem Jahr vorgestellt hab, weiß ich nicht, aber ich mag, wie der Blog sich entwickelt hat und werde ihn auf jeden Fall weiter führen. Und ihn rot lassen. Das war er schon beim ersten Post und das wird er auch bleiben. ^^ Mal ganz abgesehen davon, dass es sehr amüsant ist, in älteren Einträgen zu lesen, wie ich vor einigen Monaten so getickt hab. :P

Achja, und das Datum hätte ich fast verpennt. Ehrlich, meine Mutter hat mir heute sogar einen Adventskalender vorbeigebracht und ich hab nicht gerafft, dass der 1. Dezember ist. Und eigentlich wäre ich auch ganz ohne Kalender und Weihnachtskram ausgekommen, aber gut, es ist Lindt, das kann man unmöglich ablehnen. ^^ Ansonsten bezweifle ich irgendwie, dass ich in Weihnachtsstimmung kommen werde, aber auf die Windersonnenwende freu ich mich. Danach wird es endlich wieder heller. Und irgendwann hoffentlich auch wärmer. ^^
Tja ... ich bin eine Weihnachtsbanausin vom Feinsten. Deshalb wird mein Blog, fürchte ich, auch kein Weihnachtsdesign kriegen. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja wenn es den ersten Glühwein gibt. :P Und ansonsten wird es vielleicht, ganz vielleicht in den Weihnachtsferien noch ein paar mehr NWE-Kapitel geben, wenn ich wieder mehr Zeit habe.

Jetzt gehe ich aber wirklich erstmal lernen. Dann schaffe ich es vielleicht, ganz vielleicht, ganz knapp noch durchzukommen. Und dann hab ich die Anatomie des Bewegungsapparats vorerst durch. Also lohnt es sich. :D
Morgen gibts dann vermutlich einen groggy Eintrag mit Details. Lesen auf eigene Gefahr. ;)

Dienstag, 25. November 2014

Neues von der Verschollenen

Ich mache mich ja ziemlich rar in letzter Zeit. Kaum ein Blogeintrag, hier und da mal ein Minipost auf Poolys und mehr nicht. Das hat aber auch Gründe. Zwei Gründe um genau zu sein, und die finden am 2. und am 4. Dezember statt und erfordern Kenntnisse über Knochen, Bänder, Gelenke, Muskeln, Arterien. Venen, Lymphgefäße und Nerven des gesamten Bewegungsapparats. Und noch ein paar Sachen mehr.
Ja ... ich habe bald Modulprüfungen. Ein Anatomie-Testat, in dem wir an den Leichen abgefragt werden, und eine Multiple-Choice-Klausur, die alle Fächer abfragt, die wir haben. Die Prüfungen ... nun, mit etwas Glück werde ich knapp bestehen, denke ich. Mit etwas weniger Glück nicht. Ich kann nur warten und hoffen.
Aber zumindest die Lehrveranstaltungen machen Spaß, so weit Lehrveranstaltungen eben Spaß machen können. In Physiologie haben wir zum Beispiel gestern eine Art Quiz mit Übungsfragen gemacht, die denen in der Klausur ähneln. Da haben wir mit Sendern die Antworten ans Programm geschickt, anonym natürlich, und dann wurde gezeigt wie viele was geantwortet haben. Das war schon ganz witzig. Auf dem Zettel, auf dem ich mir zur Besprechung der Fragen Notizen gemacht hab, sind aber mehr Kritzeleien als Notizen. Diverse Notenschlüssel und Instrumente als erste Gedanken für das Tattoo, das ich mir irgendwann mal stechen lassen will (und welches ich gern selbst designen würde, aber ich bin ideenlos. Komplett ideenlos), und das hier: https://www.dropbox.com/s/wzaphva91yjun0d/20141124_144402.jpg?dl=0 Man merkt üüüüberhaupt nicht, wovon ich einen Ohrwurm hatte, nein nein (auf dem Feuerzeug steht übrigens The Velvet Underground. So ein Feuerzeug hätte ich ja gerne, aber dann auch wieder nicht. Nicht, dass es mich noch auf dumme Ideen bringt.)

Ich frage mich auch manchmal, was andere Menschen wohl so denken, wenn sie Gespräche von Medizinstudenten mit anhören. Das haben eine Freundin aus der Uni und ich z.B. gestern zustandegekriegt:

"Woodstock! Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte, dann würde ich immer wieder zu Woodstock reisen 
*beat*
und mich vermutlich mit LSD zudröhnen."
"Haha, vielleicht wirst du mal Patientin. Ärzte sollen ja verrückt sein."
"Ich wollte mal Psychologin werden, hier hast du die Erklärung."
"Ich will Psychiaterin werden. Ich fand vorher Chirurgie ganz toll, aber da wusste ich auch nicht, wie viele Strukturen es gibt. Die schneid ich schon beim Präppen immer durch."
"Ich auch! Ich hab die Vena saphena magna durchgeschnitten. Ich hatte nur noch so wenig Zeit, da dachte ich den Klumpen Fett kann ich noch schnell abmachen und dann war sie plötzlich durch!"
"Ich auch!
[...]
Aber weißt du was mich aufregt? In dem Edeka hier gibt's gar kein Knoppers!"

Dreimal dürft ihr raten, wer das mit dem LSD gesagt hat ...
Tja, wir sind an mehreren Leuten vorbeigekommen. Irgendwie ... hätte ich gerne in deren Köpfe geschaut, als die gehört haben, worüber wir uns so unterhalten. Wir, die zukünftigen Ärzte. Wem das schon zu viel ist, der sollte die zukünftigen Ärzte nicht beim Flunkyball beobachten. Oder beim Trinken allgemein.

Tja, und abgesehen davon gibt's tatsächlich auch was ausm kreativen Bereich zu berichten. Ich schreibe. Sehr wenig und sehr langsam, aber ab und an schreibe ich. Nichts währt ewig hat nun schon drei vollendete Kapitel, und nach der Prüfung werde ich unter Umständen sogar die Motivation haben, das vierte zu schreiben.
Und ich habe ja eine Menge Covers aufgenommen. Eine große Menge. Und habe noch vor, ein richtig gutes Video (ahaha, "gut") von Heroin zu machen. Wenn ich das fertig hab, kann ichs verschicken, ganz öffentlich wirds nicht gepostet. ;) Aber in die Dropbox hochladen kann ich es dann auch, wenn es so weit ist. Morgen kriege ich nämlich endlich, ENDLICH mein W-Lan. *_* Ganz schnelles Internet, Flat ohne Limit und Drosselung. Und dann muss ich mich endlich nicht mehr mit langsamem Mobilem herumplagen. Das Leben meint es doch gut mit mir. :D
In der nächsten Woche wird man trotzdem noch wenig von mir hören. Aber vielleicht kriege ich es ja noch hin, halbwegs traumafrei von der Prüfung zu erzählen, das wäre doch was. Dann hättet ihr den ersten betrunkenen Blogeintrag. ^^
Und (darauf bin ich aber auch nur durch Alex' und Georgs Eintrag gekommen) - am 1. Dezember wird mein Blog ein Jahr alt. Da werd ich vielleicht, wenn ich dran denke und nicht zu panisch bin, auch noch nen kleinen Eintrag schreiben. :D

Dienstag, 11. November 2014

Gedanken beim Präppen

Gestern war ich ja nicht beim Präparierkurs. Nicht etwa, weil ich keine Lust hatte oder krank war, nein. Ich habe es scheinbar hingekriegt, im Halbschlaf meinen Wecker auszustellen und weiterzuschlafen. Daran erinnern tu ich mich nicht, aber als ich aufgewacht bin, hatte der Kurs gerade begonnen. Tja, äh, ups? ^^'
Dafür war ich heute da. Und meine Gedanken während des Präppens waren mal wieder .. naja, lest selbst. ^^

~

Ach du Scheiße, was ist denn hier alles passiert? Ich wünschte, ich wäre gestern da gewesen.
Das ist ja alles eine einzige braune Pampe. Und da soll ich irgendwas identifizieren?
Ah, okay, wir besprechen es zumindest ...
Nicht so schnell! D:
Diese Leitungsbahnen sehen alle gleich aus. Aber zumindest weiß ich, wie man beim Präparat Venen und Arterien unterscheidet, ha!* Ich weiß was.
...
Die fühlen sich gleich an ... ._.
Okay, ich schau mir jetzt das Bein mal an und vielleicht erkenne ich doch was.
Hihi, der Nervus ischiadicus.**
Rücken ... die haben den gesamten Latissimus dorsi abgeschnitten. Autochthone Rückenmuskulatur ... die kann ich doch gar nicht. 
Yay, ich kann was am Nacken machen. :D
Kurze Nackenmuskeln ... Atlas. Ich brauch eindeutig nen Anatomieatlas.
Und die Dinger soll ich jetzt freilegen? Aber da ist doch zu viel Kopf im Weg ...
Okay, der Muscuus rectus capitis major und der Musculus obliquus capitis inferior sind zu sehen, das heißt, ich muss da noch den Rectus capitis minor und den Obliquus capitis superior finden.*** 
Bindegewebe ... alles voller Bindegewebe. Weg damit.
In der Aushöhlung da erkennt man doch nichts. Wenn ich nun den Muskel zerschneide ... okay, ich steck da jetzt den Finger rein.
Hihi, that's what he said.
Hm ... fühlt sich aber alles nicht nach Muskel an.
Okay, Skalpell.
Moooooment, der Lappen da ist der Trapezius? Ich dachte, den hätten sie ganz abgeschnitten.
Ob das wirklich so gut ist, da so viel mit dem Skalpell rumzuschneiden ...
Ach, scheiß drauf. Weg damit.
Diese blöden Muskelansätze ... wozu soll man die bitte erhalten, man erkennt doch eh nichts außer Fasern. 
Schnipp schnapp, Bindegewebe ab.
...
Moment, den Nerv da sollte ich doch erhalten. Mistus verdammtus.
Vielleicht finde ich ihn ja noch auf der anderen Seite ...
Wo sind denn nur diese blöden Muskeln? Irgendwo müssen die doch sein.
Oder war's Mistus verdammtialis? Ich und Latein...****
Hiiiieeeerher, Rectus capitis minor, putt putt.
Bindegewebe. IMMER NOCH Bindegewebe.
Und nun bin ich mit der Haut gegen die Leiche gekommen ... aaaach, was soll's. Wird ja sauber gehalten.*****
Na komm schon, Muskelchen, zeig dich.
Ob ich den rausgeschnippelt und das nicht gemerkt hab? Aber warum sollte ein Muskel aussehen wie Bindegewebe?
Ich hab hier garantiert irgendwas kaputtgemacht. Vielleicht sollte ich lieber stumpf mit der Pinzette präparieren ... ach, scheiß drauf. Schnippedi-schnapp.

*Arterien sind elastischer und kehren eher in ihre Form zurück, wenn man sie zusammendrückt. Venen dagegen sind labberiger. Und Nerven kann man übrigens gar nicht so zusammendrücken wie Gefäße, weil sie kein Lumen haben (also innen nicht hohl sind).
**Das ist eine Anspielung auf einen Blogeintrag, den ich inzwischen wieder gelöscht hab, weil er mir doch zu nivealos war. Der Nervus ischiadicus ist der dickste Nerv des Menschen und verläuft in der Gluteal(Gesäß-)region unterhalb des Musculus gluteus maximus. Ein dickes Ding im Arsch eben, das man findet, wenn man der Leiche den Arsch aufreißt (bzw den Gluteus maximus durchschneidet). Ja, ich bin pubertär.
***Alles kurze Muskeln im Nacken, die den Kopf stabilisieren. Nein, die müsst ihr nicht kennen. ;) Aber ich kann sie inzwischen.
****Tatsächlich hatte ich heute Nachmittag dann im Lateinunterricht das Thema Adjektive. Beide Endungen gibt es, aber verdammtus klingt doch passender. ^^
*****Ich bin schon öfter mit der Haut gegen die Leiche gekommen, wenn der Ärmel von meinem Kittel hochgerutscht ist. Klingt ekelhaft, ist aber tatsächlich unbedenklich. Ein besonders abgehärteter Dozent hat heute angeblich sogar die Leiche nochmal mit den Händen aufgemacht, nachdem er seine Handschuhe schon weggeschmissen hatte und gemerkt hat, dass da noch was gemacht werden musste. Das einzige, was wirklich eklig ist, ist das Fettgewebe, weil es eben schmierig und fettig ist. Aber das ist nach einmal Händewaschen auch weg und mit Handschuhen spürt man's genauso.

~

Wie sich herausstellte, habe ich die Muskeln übrigens NICHT kaputtgemacht oder übersehen. Der Rectus capitis minor liegt einfach nur zu tief, um ihn freizulegen und der Obliquus superior zu weit lateral (also an der Seite).
Die autochthone Rückenmuskulatur kann ich inzwischen etwas besser und die untere Extremität ... sagen wir ich hab sie mir (zum wiederholten Mal) angeschaut. Aber anschauen ist was anderes als können. ^^'
Oh, und ich habe einen eröffneten Rückenmarkskanal gesehen. Ich MAG den Präpkurs. Auch, wenn alle anderes es makaber und eklig finden, wenn ich davon erzähle. Der macht Spaß.
Was das wohl über mich aussagt ...
Ich geh dann mal Leitungsbahnen büffeln. Die kann ich nämlich noch nicht und entwickle langsam einen besonderen Hass gegen sie.

So, und das war's auch fast schon wieder. Aber falls jemand sich ein Video mit Heroin Chic und meinem Gesinge anschauen möchte, kann er mir gerne schreiben. Den link direkt hier posten mag ich noch nicht, auch wenn das hier kaum einer liest, aber ich trau mich eben doch nicht. Und auf Pooly's wollte ich ja eigentlich auch was posten, aber ... ähem. Mimose und so. Und die anderen, die was von sich hochladen, sind einfach so viel besser, dass es in einem ziemlichen Ego-Abfuck resultieren würde. ^^'
Theoretisch würde ich ja auch mein Schätzchen Heroin hochladen, aber ... das gleiche Problem. Und sobald ich W-Lan habe, poste ich hier vielleicht mal ein paar neuere Dropbox-Links.
Bis dahin mag sich vielleicht einer an einer alten (ausdrücklich alten! und subotpimalen) Coverversion von Nancy Boy "erfreuen". Oder was zu lachen haben. Mich auslachen vermutlich ... ^^'
https://www.dropbox.com/s/veqlrlf36lteeb6/Sprachmemo%20258%20%281%29.m4a?dl=0

Und man kann es glauben oder nicht, aber ich habe tatsächlich auch ein Bisschen geschrieben. Eine einzige Szene in Nichts währt ewig, und die nicht mal fertig, aber besser als nichts, was? Hier mal ein kleiner Einblick in das komplett unüberarbeitete Geschreibsel... es hat irgendwie Spaß gemacht, die Szene zu schreiben.

"Ich bin kein Bettler, Mädchen." Der Mann hatte inzwischen die Augen geöffnet und sah sie eindringlich aus winzig kleinen, in etwas zu stechend grüne Iriden gebetteten Pupillen an. Lee versteifte sich etwas und betrachtete ihr Gegenüber. Er wirkte heruntergekommen, aber nicht verwahrlost, und es befand sich weit und breit kein Behälter, in den man Geld hätte hineinwerfen können. Lee war geneigt, ihm zu glauben. Ein Bettler war er nicht; dafür aber ein offensichtlicher Junkie. Die schwarze Lederjacke, die er trug, war nur über einen Arm gezogen und hing am Rücken lose herab. In der entblößten rechten Armbeuge konnte Lee zahlreiche Einstichnarben ausmachen, einige schon recht alt, andere noch ganz frisch und neben ihm lag, scheinbar achtlos beiseiteglegt, eine benutzte Spritze.
"Du kannst auch gerne Fotos von meinem Arm machen und sie auf Facebook stellen, wenn er dich so fasziniert", meinte der Mann nun spöttisch, was Lee dazu brachte, zusammenzufahren und ihm wieder ins Gesicht zu sehen. Noch immer musterte er sie eindringlich, zu intensiv und gleichzeitig merkwürdig verklärt. Was jedoch vermutlich mit den Drogen zu tun hatte, unter deren Einfluss er gerade stand.
"Tut mir leid", sagte sie. "Ich ... wollte nicht unhöflich sein."

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Faszien, Formalin und attraktive Allgemeinmedizin

Tja. Ich hatte euch ja vorgewarnt, und nun kommt der Beitrag zum wahrscheinlich ekligsten Thema des gesamten Medizinstudiums: dem Präppen.
Da aber seit Montag ein wenig Zeit vergangen ist, weil ich mal wieder nicht zu dem Zeitpunkt zum Blogge gekommen bin, zu dem ich wollte, wird der Post nicht nur vom Präppen handeln, sondern auch von der heutigen Berufsfelderkundung, was ich später noch genauer erklären werde. Sofern ich dazu komme, alles heut zu schreiben. Aber wahrscheinlich werde ich das, weil ich mich gerade nämlich äußerst effektiv vor dem Lernen der dorsalen epifaszialen Strukturen drücke.

Wie ich es beim vorletzten Eintrag bereits angekündigt hatte, hatte ich am Montag also das erste Mal Präppen. Und eine Scheißangst davor. Zugegeben, ich habe mich am Abend zuvor auch schön blöd angestellt. Bis fünf Uhr morgens wachgeblieben und somit gerade mal eine Stunde geschlafen, weil ich immer auch noch eine Weile brauche, um einzuschlafen, und das nicht mal wegen feiern, sondern wegen chatten. Warum ich die Müdigkeit den ganzen Vormittag über kaum gespürt habe, ist mir noch immer ein Rätsel. Jedenfalls hatte ich also eine Stunde geschlafen und am Morgen außer einer Reiswaffel und zwei Bechern Kaffee (die ich dringend nötig hatte) nichts zu mir genommen. Und zwar mit voller Absicht. Uns wurde ja geraten, für das Präppen ordentlich zu frühstücken, aber direkt davor nichts mehr zu essen, um sowohl einer Ohnmacht, als auch Erbrechen vorzubeugen. Das geht nun nicht, wenn man so früh schon Präppen hat. Und da ich unter einer leichten Emetophobie leide, habe ich beschlossen, dass Umkippen für mich eindeutig das kleinere Übel wäre.
Herrlich unvorbereitet war ich natürlich auch noch, weil ich mir zwar einen Präparierkittel und Präparierbesteck zugelegt hatte, aber keine Handschuhe. Deshalb musste ich morgens, bevor ich zur Uni gegangen bin, noch einmal schnell zum Aldi um die Ecke rennen, um mir eine Packung Einweghandschuhe zu besorgen. Tja, und einen Spind im Anatomie-Gebäude hatte ich auch noch nicht, den hab ich erst seit gestern. :P Wobei das Wort "Spind" eine sehr nette Bezeichnung für diese winzigen Ritzen ist, die man besser mit einer Lupe suchen sollte.

Jedefalls hatte ich also eine Scheißangst vorm Präppen. Als ich dann, mit dem Kittel bekleidet und meinem Besteck und der Handschuhschachtel in der Hand die Treppen in den Präpsaal hochgegangen bin, ging es mir nicht gut. Überhaupt nicht. Ich konnte nicht ganz beurteilen, ob dieses Gefühl in meinem Magen Hunger oder Übelkeit war und wollte es auch lieber nicht wissen, und vor allem wollte ich mich lieber an die Wand lehnen und die Augen zumachen als in diesen Saal reinzugehen. Dazu muss ich sagen, dass mir die Leichen keine Angst gemacht hatten, wohl aber die Gerüche. Ich bin nun sehr geruchsempfindlich und habe mich als Kind wegen Gerüchen oft übergeben müssen. Das und Kotzangst ist keine gute Kombination. Aber als ich reingegangen bin, war es gar nicht schlimm! Es roch nicht ganz angenehm, nach Formalinlösung, wie ich später erfahren habe. Diese Lösung wird den Körpern zur Fixierung injiziert. Allerdings war der Geruch von Anfang an nicht sonderlich stark und nach einiger Zeit habe ich mich so sehr daran gewöhnt, dass ich ihn kaum wahrgenommen habe. Dafür war es dann doch ein äußerst merkwürdiges Gefühl, durch diesen Saal zu gehen, in dem lauter Tische mit zugedeckten Leichen herumstanden. Man hat kaum etwas von ihnen gesehen, weil sie in feuchte Tücher eingewickelt sind und auch noch eine Plastikplane darüberliegt. Die Tücher müssen sein, weil die Fixierlösung stark ethanolhaltig ist und die Leiche sonst austrocknen würde, außerdem enthält die Lösung, in die die Tücher getunkt werden, soweit ich weiß auch ein Mittel, das Pilze abtötet. An einigen Tischen konnte man durch die Plane allerdings bereits präparierte Füße erkennen, die nicht mehr eingewickelt wurden. Bzw das, was an den Füßen noch dran war.

Wie auch immer, wir haben uns also mit einem Tutor (einem Studenten aus einem höheren Semester) und einem Dozenten am Tisch zusammengefunden, pro Leiche ca. 10-15 Leute. Die haben uns einige Dinge erklärt, die ich zuvor bereits im dazugehörigen Skript gelesen (oder eher überflogen) hatte. Dass es wichtig ist, den Präptisch und das Präparat immer sauber zu halten und sorgfältig zu arbeiten. Nicht nur, um einen maximalen Lerneffekt zu erzielen, sondern auch, um eine respektvolle Haltung gegenüber dem Körperspender zu wahren und sorgsam mit seinem Körper umzugehen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich hier kein Bild von "unserer" Leiche veröffentliche - Handys und elektronische Geräte sind im Präpsaal verboten und Fotos darf man nicht machen. Aber ich denke mal, ihr wollt vielleicht auch nicht unbedingt alles im Detail betrachten. ;)

Dann wurde jedenfalls die Leiche aufgedeckt - ein älterer, wohlgenährter Mann, der seit etwa 1-2 Jahren tot war und dort gelagert wurde. Vermutlich wegen der Lösung waren so gut wie alle Haare ausgefallen und die Haut war ziemlich gelblich. Aber er sah in Ordnung aus. Einerseits ganz klar erkennbar ein menschlicher Körper, andererseits hatte er rein gar nichts mit einem lebenden Menschen gemeinsam. Wir sind das Ganze dann langsam angegangen und sollten den Körper zuerst einmal anfassen, ein Gefühl dafür bekommen, wie der sich anfühlt, was für eine Konsistenz das ist. Ich muss ja zugeben, ich war anfangs wohl die größte Mimose am Tisch. Anfassen war dann doch nicht so angenehm, und ich hab das ziemlich ... zögerlich gemacht. Unten am Fuß und Unterschenkel, wo es irgendwie einfacher war. Und zwischendurch bin ich immer mal wieder einen Schritt zurückgegangen. Nein, mir ging's nicht gut. Mir war nicht übel, aber ich wollte wirklich nicht dort sein, oder zumindest nicht, ohne mich an irgendwem anlehnen zu können. Möglichst einem lebenden Menschen, der sich nicht ungewohnt kalt und steif anfühlte, keine Pusteln an der Hand hatte und nicht aufgeschnitten werden sollte.
Aber irgendwie hat sich das mit der Zeit gegeben. Vielleicht, gerade weil ich das ganze in meinem eigenen Tempo angegangen bin und mich nicht dazu gezwungen hab, sofort im Mund des Toten herumzutasten, um zu sehen, ob er noch Zähne hat. Ich habe es schon als Erfolgserlebnis empfunden, als ich das Bein richtig angepackt und hochgehoben hab, um das feuchte Tuch wegzunehmen. Und als die Dozentin an unserem Tisch die ersten Schnitte gemacht hat, an denen dann später die Haut abgetrennt werden sollte, war das wieder nicht so angenehm und bin hübsch am Fußende geblieben, als sie das Skalpell am Hinterkopf angesetzt hat.
Ich sag's ja, Mimose. :P
Tja, und dann habe ich aber als erste gefragt, ob ich es auch mal versuchen kann, und einen ein paar Zentimeter langen Schnitt unten an der Wade gemacht. Dort bin ich dann auch geblieben und habe die ganze Veranstaltung über die Haut abpräpariert. Als erstes muss man nämlich die Cutis (die obersten zwei Hautschichten) von den darunterliegenden Schichten abtrennen, indem man sie mit einer Pinzette (bah, mit einem Stück Zellstoff und der Hand geht das viel leichter) festhält und spannt und mit dem Skalpell, das man senkrecht zur Cutis hält schabende Bewegungen macht. Und ich sag's euch, es war irgendwie cool. Gut, unten am Bein ist es auch ganz nett, weil die Haut dünn ist und da kaum Fettgewebe war. Das hatte ich am nächsten Tag, als ich am oberen Rücken gearbeitet hab. Da war viel Fettgewebe, sodass ich mein Skalpell ständig abwischen musste. Fettgewebe ist gelbes, sabschiges Glibberzeug, das sich unter der Haut findet und alles vollsaut. Und ich habe leider etwas zu tief präpariert und ein gutes Stück der unter der Haut liegenden Faszie abgetrennt (einer Bindegewebsschicht, die den ganzen Körper umgibt. Und Muskeln. Und ich bin eigentlich ein unwissender Ersti und sollte lieber nicht zu viel erklären, weil's auch genausogut falsch sein könnte). Und ich glaube, auch ein Stück des Muskels.
Ähem.
Ups?
Naja, den Toten wird das nicht mehr stören, aber eigentlich sollte man lieber nicht so tief schneiden, wenn man nur die Haut abtrennen will. Ich habe dann ein Stück der Faszie, die an der umgeklappten Haut hing (sie war zu dick. Viel zu dick) mit dem Skalpell wieder abgeschnitten und an ihren Ort zurückgelegt. Soll man vermutlich nicht, oder muss man nicht, aber da hing Muskel dran und ich wollte irgendwie wieder in die richtige Schicht kommen.
Na, ist jemandem schon schlecht? :P
Diese Faszie ... die hat mich auch noch verfolgt. Ich weiß auch nicht, warum. Während des Präparierens bin ich begeistert und fasziniert dabei, aber einige Stunden später, wenn ich zu Hause bin, fällt meinem Gehirn manchmal ein, dass das ja eigentlich echt ekelhaft war. Tja, immer noch Mimose. Aber ich kann meine Mimosigkeit aufschieben. ^^
Naja, und morgen werden wir dann die ersten Strukturen präparieren, ein paar Gefäße und Nerven und den Muskel, den ich aus Versehen etwas kaputtgemacht hab. So wenig, das .. passt schon. :P Immerhin liegt das Stückchen wieder am richtigen Platz.

Heute hatte ich kein Präppen, sondern etwas anderes - für die werten Leser wahrscheinlich angenehmeres - wovon ich auch noch erzählen will. Und zwar die sogenannte Berufsfelderkundung, bei der man alle zwei Wochen zu einem Arzt fährt und ein bestimmtes Feld erkundet. Fragen stellt, mehr über den Arbeitsalltag erfährt, etc. Diese Woche war das Thema der Erkundung Ambulante Versorgung und ich bin - zugegebenermaßen, weil ich zu spät online gegangen bin, um was beim Neurochirurgen zu buchen, der war dann schon ausgebucht - bei einem Allgemeinmediziner am Arsch der Heide gelandet. Eine Stunde Weg.
Aber ich bin sowas von froh, dass ich da war! Das hat sich absolut gelohnt.
Ich bin von diesem Arzt restlos begeistert. Das war ein unglaublich freundlicher, sympathischer Mensch, dem man gerne Fragen gestellt hat, und der einige unglaublich bewundernswerte Ansichten hat. Vor allem nimmt er sich die Zeit für seine Patienten, die sie brauchen, und berät sie, wenn sie von ihrer Krankheit überfordert sind. Tja, und ich könnte jetzt noch ne Menge erzählen, aber dann würde ich bis Mitternacht nicht mehr aufhören, weil ich noch so begeistert bin, deshalb lass ich es mal. ^^
Allgemeinmedizin ist ja unter Studenten nicht sonderlich populär, es herrscht ein ziemlicher Mangel an Nachwuchsallgemeinärzten und es spricht Bände, dass nach 10 Minuten bei der Buchung bereits nur noch Allgemeinmediziner frei waren, finde ich. Aber irgendwie ... finde ich dieses Feld jetzt total spannend. Und könnte es mir auch für mich vorstellen. Gut, ich könnte mir für mich auch viele andere Sachen vorstellen, allen voran Neurologie, Psychiatrie mit Spezialisierung auf depressive Störungen oder Suchterkrankungen, Gehirnforschung, Suchtforschung, medizinische Psychologie und Soziologie und weiß der Geier was noch alles dazukommt. Und jetzt auch Allgemeinmedizin. Deshalb lege ich mich ganz einfach nicht fest und behalte alle Bereiche im Hinterkopf, die mir so begegnen und die ich toll finde.
Und in 2 Wochen werde ich dann zu einem Psychotherapeuten gehen, der sich auf Suchterkrankungen und komorbide psychische Erkrankungen spezialisiert hat. Ja, mich zieht es eben doch noch zu den Drogen, auch wenn Suchterkrankungen nicht nur Drogen beinhalten. :P Ich freu mich drauf. ^^
Und jetzt ... sollte ich wirklich mal lernen gehen, wenn das Präppen morgen mir was bringen soll. Aber vielleicht meld ich mich ja irgendwann mal wieder, wenn ich nicht gerade von meiner Hassliebe zur Anatomie eingenommen bin und vergeblich versuche, mir den Inhalt meiner Sobotta-Lernkarten einzuprägen. Mal sehen. ^^

Samstag, 25. Oktober 2014

Blog-Challenge

Vor einiger Zeit bin ich ja von Alex und Georg zur Blog-Challenge nominiert worden, Da hab ich geantwortet, dass ich auf jeden Fall mitmachen will, als Zeitangabe stand da nur leider wieder mein hübsches "irgendwann", weil ich keine Ahnung hatte, wann ich mit der Uni überhaupt einen Blogeintrag unter einen Hut kriege. Und mit meiner Faulheit. Vor allem meiner Faulheit. ^^'
Tja, aber "irgendwann" ist jetzt. Ich schiebe gerade - wie immer - Arbeit vor mir her, die ich in der Wohnung noch erledigen muss, hab zwar schon gefrühstückt, aber zögere - wie immer - das endgültige Aufstehen hinaus und bin mal wieder gefangen in dem Teufelskreis der Koffeinsucht: ohne Koffein bin ich zu faul und müde, um Kaffee zu machen, aber wenn ich keinen Kaffee mache, kriege ich kein Koffein. Hm, vielleicht könnte man Koffeinpülverchen ja auch aufkochen und fixen ...
Jedenfalls komme ich nun aber dazu, die Blog-Challenge zu beantworten. Die funktioniert folgendermaßen:

• Verlinke die Person, die dich nominiert hat (siehe oben).

• Beantworte die gestellten Fragen (siehe unten).

• Nominiere weitere 11 Blogger (siehe noch weiter unten, aber es sind wesentlich weniger als 11).

• Stelle weitere 11 von dir ausgedachte Fragen an deine Nominierten (siehe so ungefähr in der Mitte).

• Sag den Nominierten Bescheid, dass sie wissen, dass sie von dir nominiert wurden (haha, die werden sich aber freuen).

Eigentlich ganz einfach, was? Naja, ganze 11 Blogger werde ich nicht nominieren können, aber ich denke mal, das ist kein Problem. ^^

So, kommen wir nun zu den Fragen. :D

1. Welche Windows-Version hat dich bislang am meisten genervt?

Gute Frage. Ich würde ja sagen Vista, weil das ein paar echt blöde Macken hatte, aber da ich das zusammen mit meinem ersten eigenen Laptop gekriegt hatte, habe ich alles durch eine rosarote Brille gesehen und fand das Design einfach hübsch. :P

2. Hast du schon mal für jemanden dein Leben riskiert?

Ich habe generell noch nie mein Leben riskiert, glaube ich. Ob ich es tun würde, weiß ich nicht, schätze mal, es kommt drauf an, für wen. Wie bei jedem eigentlich.

3. Welche Allergie käme dir echt gelegen?

Eine medizinisch nachweisbare Allergie gegen Aufstehen vor 12 Uhr, dazu dann bitte noch ein Attest, sodass ich nicht dazu verpflichtet bin, irgendwas am frühen Morgen zu machen, vielen Dank auch.

4. Worauf hast du dich zuletzt länger als eine Stunde freiwillig konzentriert?

Definiere freiwillig ... eigentlich schweift meine Konzentration immer irgendwann ab, kommt dann aber auch wieder. Wenn man ein paar Sekunden Chat überprüfen nicht mitzählt, würde ich sagen, aufs Physiologie - genauer gesagt auf das Lernen über Membranruhepotentiale und Aktionspotentiale.

5. Was hältst du von Wunderbäumen (Duftbäumchen) im Auto?

Uff, keine Ahnung. Mal hängt da eins, mal nicht, aber riechen tu ich davon eigentlich nie was. Ich fahr ja auch so selten Auto ... Als Kind wurde mir aber mal gesagt, dass das den Autogeruch, von dem mir immer schlecht wurde, schwächer macht und ich mit so nem Bäumchen im Auto nicht kotzen muss, da hat das wohl einen leichten Placebo-Effekt hervorgerufen.

6. Ein Freund/eine Freundin bittet dich, vor seinen Eltern für einen Abend seinen Partner/seine Partnerin zu spielen. Sagst du zu?

Ahaha. Das würde ich sogar tun. Gegen einen Drink meiner Wahl auf jeden Fall.

7. Wann hast du zuletzt Seifenblasen gemacht?

Ich glaube, das war 2012 auf einer Ausstellung im Hosenstall.

8. Magst du Seifenblasen überhaupt?

Ich ... stehe neutral zu ihnen, denke ich. Als Kind mochte ich sie sehr gern und habe auch jetzt nichts gegen sie.

9. Isst du freiwillig Innereien?

Habe ich noch nie, denke ich ... ich weiß auch nicht, ob ich es will.

10. Was für ein Kalender hängt bei dir zu Hause an der Wand?

Im Moment gar keiner. Bin gerade umgezogen und hab noch gar nicht alles ausgepackt (oder möbliert) und eigentlich hab ich auch sonst nie nen Kalender an der Wand hängen, glaube ich.

11. Was traust du dir eher zu: ein Wettrinken mit Alex (Alkohol, nicht Tee!) oder ein Wettessen mit Georg?

Ahaha. Ha. (Fuck.)
Ich habe nun weder Georg essen noch Alex trinken sehen, aber Lexis Eintrag zur Challenge gelesen und ... 
Kaffee-Wetttrinken gegen beide zusammen? 
Ansonsten nehm ich wohl das Wetttrinken. :P


Soo, und weiter gehts. Ich nominiere:




Alle anderen wurden, denke ich, schon nominiert und da wir alle vielbeschäftigte Menschlein sind, wären zwei Nominierungen vermutlich auch etwas viel. ;)

Tja, und nun muss ich mir 11 Fragen ausdenken, oder? Dann wollen wir mal.

1) Was ist das verrückteste, was du je für deine kreative Tätigkeit (egal ob Schreiben, Kunst, Musik oder sonstwas) getan hast?

2) Denkst du eigentlich auch ständig, dass irgendwas eine gute Geschichte ergeben würde?

3) Was brauchst du am Morgen, um in die Gänge zu kommen?

4) Fluchst du viel?

5) Was hältst du eigentlich von Leuten, die viel fluchen?

6) Sprichst du einen Dialekt?

7) Warst du schon mal im Hard Rock Café?

8) No risk no fun oder lieber auf Nummer Sicher gehen? 

9) Wenn dein Arzt dir sagen würde, dass du mit dem Rauchen aufhören sollst - würdest du ihm vertrauen und seinen Rat befolgen, wenn er selbst Raucher ist? (Wenn du Raucher wärst, versteht sich)

10) Hältst du dich selbst für ein gutes Beispiel? Willst du es überhaupt sein?

11) Welche Musik sollte man dir niemals wegnehmen?

So, das wars dann auch schon wieder. Die Benachrichtigungen erfolgen dann irgendwann im Laufe des Tages, wann immer mein mobiles Internet halbwegs brav ist. Die Teilnahme ist für alle natürlich optional. Man muss die Fragen nicht beantworten, und wenn man es tut, muss man niemanden nominieren. Man kann es nur. ^^
Und ich hoffe mal, dass ich auch wirklich bald mal wieder zum Bloggen übers Studium komme. Und zu vielen anderen Dingen, die ich - wie alles, wie immer - mal wieder vor mir herschiebe. :P

Freitag, 24. Oktober 2014

Neues vom verschollenen Lia

Ich habe mich ja nun eine Weile nicht mehr gemeldet. Nirgendwo außer in Ethena, aber da dort bis auf unsere vierköpfige Community keiner unterwegs ist, wird wohl auch kaum jemand was von mir mitgekriegt haben.
Ich würde ja sagen, die Gründe dafür seien vielfältig und komplex, aber eigentlich lassen sie sich leicht zusammenfassen: Uni, Umzug und Faulheit. Für mehr als Hirnschaden-geprägte (haha. "Hirn") RPG-Posts, für die ich mich schon beim Schreiben geschämt habe, hatte ich einfach nicht den Kopf frei, auch wenn ich viel zu viel Zeit damit verbracht habe, nicht die Dinge zu tun, die ich tun sollte. Wie immer eigentlich. :P
Egal. Jetzt bin ich ja wieder hier. Und will demnächst an den Wochenenden mal versuchen, die Schreibtisch-Challenge auf Poolys auch mal zu beenden. Jetzt gibt's aber erst einmal ein Update aus des Lias Leben.

Im Februar dieses Jahres habe ich im ersten 50 Fakten über mich - Post Folgendes geschrieben:

1) Dieses Jahr wird wahrscheinlich der Inbegriff der Veränderung für mich.
- Ich mache Abi.
- Ich fange an zu studieren (hoffentlich).
- Ich ziehe von zu Hause aus.
- Ich werde 20.
Und es wirkt alles noch ganz weit weg. :P


Tja. Und jetzt? Hab ich eigentlich alles davon abgehakt außer dem 20 werden. Das kann ich erst übermorgen abhaken.
Ich bin jetzt seit etwa 3 Wochen an der Uni, wovon die ersten zwei Wochen Orientierungseinheit waren (die zweite bereits mit Anatomie-Vorlesungen) und eine Woche reguläres Studium. Ich muss früh aufstehen und krieg's irgendwie hin, ich gehe trotzdem spät ins Bett, ich stelle mir den Wecker um 6 Uhr und beschließe spontan, eine Vorlesung sausen zu lassen, ich kippe mich mit Kaffee voll und denke manchmal drüber nach, gleich Koffeinabletten zu zerbröseln und durch die Nase zu ziehen, aber im großen und Ganzen klappt es. Irgendwie krieg ich's trotzdem hin, halbwegs regelmäßig zu lernen. Und mit den Studieninhalten verbindet mich bereits jetzt eine Hassliebe. Anatomie zum Beispiel liebe ich, weil man, wenn man die ganzen Begriffe kennt, Flüche und Beleidigungen so schön gehoben formulieren kann. Sowas wie "Führe den Koitus mit deinem Articulatio genus aus" - dem Kniegelenk. ;) Oder "Kopuliere mich lateral" - F**k me sideways!
Die Möglichkeiten sind endlos! Ah, ja, und dann ist es wohl auch ganz nützlich die Anatomie zu kennen, um ein guter Mediziner zu werden und so. Ja. Das auch. Ihr seht schon, ich weiß wirklich, wie man Lerninhalte am besten anwendet. :P
Aber ernsthaft jetzt, eigentlich mag ich das Studium. Ich habe mir dieses Fach ja gewünscht, ich finde es auch immer noch spannend, der Studiengang selbst - ein Modellstudiengang, der mir gleich zugesagt hat - ist bisher auch klasse und das UKE (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, aber ratet mal, was FFler und halbehemalige (weil kaum aktiv) FFler in der Abkürzung lesen :P) ist zwar das RL-Equivalent zum verrückten Labyrinth, ist dafür aber auch gut ausgestattet. Und ich mag meine Kommilitonen und die Dozenten bisher auch alle. In die Anatomie-Vorlesung zu gehen ist trotzdem sinnlos zum Lernen, aber der Dozent ist in seiem Fach so ein Genie und so begeistert davon, dass es sich trotzdem lohnt. Außerdem hat mein "Hirn"schaden (haha. "Hirn".) in der Anatomie-Vorlesung auch die meisten Ideen für RPG-Posts.
Wie auch immer, über das UKE und das Studium wirds vielleicht irgendwann nochmal einen etwas ... satirisch angehauchten Post geben, inspiriert vom Kurzfilm, der uns am Afang der ersten OE-Woche gezeigt wurde.
Tja, und am Montag werde ich zum erste Mal präparieren (von jetzt an nur noch präppen genannt). Das wird auch lustig. Um 8:30 habe ich Morgenmuffel das immer. Uns wurde ja gesagt, wir sollen am Morgen vorm Präppen kräftig frühstücken, aber nicht direkt davor essen - Satz mit X, wird wohl nix. Ja, im Futur. Mein Morgen beginnt ab dem nächsten Montag also fast jeden Tag damit, dass ich zusammen mit etwa 15 weiteren Leuten um einen Tisch herum stehe, auf dem eine 4 Jahre alte Leiche aufgeschnitten wird. So alt sind die, soweit ich weiß, um das Risiko zu verringern, dass die Studenten auf dem Präptisch plötzlich kürzlich verstorbene Nachbarn wiederfinden. Ich mein, selbst wenn man den toten Kerl auf dem Tisch rein zufällig kennen sollte - erkennen wird man ihn nach 4 Jahren auch nicht mehr. Fürs Präppe habe ich mir auch schon einen Kittel (der danach mit 90° und allem was desinfiziert gewaschen wird) sowie ein Präparierbesteck-Set zugelegt. Von Lehmanns. Ich werde noch sehr, sehr viel bei Lehmanns kaufen.

Zumindest hab ich's nicht mehr weit zum UKE. Umgezogen bin ich nämlich auch, jaja. Vor ca. zweieinhalb Wochen, mitten in der OE. Jetzt wohne ich 10 Minuten (mit dem Bus) vom UKE entfernt. Ich hatte etwa einen Tag gebraucht, um das erste Chaos hinzukriegen, als 90% von meinem Zeug noch in der alten Wohnung war. Jetzt ist so ziemlich alles da und liegt in großen Müllsäcken und Kartons im Wohnzimmer. Welches übrigens noch nicht möbliert ist und keine Lampe hat. Und in meinem Schlafzimmer lagen letztens diverse Klamotten, Unikram, Zettel aller Art, diverse Alkoholflaschen, ein paar Wasserflaschen, eine ausgekippte Dose mit Plecs und ein Koffer herum. Das meiste davon hab ich jetzt in meinen riesigen Kleiderschrank gestopft (der noch lange nicht voll ist), jetzt sieht's wieder halbwegs ordentlich aus. Ja, ich bin ein Chaosmensch. Meine Mutter meint, sie müsse sich mit mir mal darüber unterhalten, denn Ordnung schaffe ja Lebensqualität. Tja, aber Alkohol schafft auch Lebensqualität, nur bedeutet das nicht, dass ich jeden Tag trinken muss. Anatomie wäre ein Grund, jeden Tag zu trinken, aber das findet sie dann wieder nicht einleuchtend.
Man sieht also, wie ordentlich, diszipliniert, vernünftig und absolut unigeeignet ich bin. XD

Tja, aber immerhin habe ich bereits meine Haus-Richtlinien aufgeschrieben. Richtlinien, weil Regeln mir etwas zu steif sind.

Haus-Richtlinien  
1) Hier können bis zu 3 Personen übernachten und dürfen es auch, solange ich morgens nicht gestört werde.  
2) Das Epizentrum des Chaos[=mein Zimmer] wird nur mit meiner Erlaubnis betreten. Außer, die Tür steht offen.  
3) In diesem Haus soll es immer ausreichend Bier für alle geben. Es wäre daher schön, dass sich jeder, der hier zu Besuch kommt, ab und an am Biervorrat beteiligt und eine Flasche dalässt.  
4) Alkohol und Drogen aller Art werden kommentarlos akzeptiert und nicht verurteilt, solange keiner zum Konsum gezwungen wird.4b) Wenn ich was abhaben will, dann kriege ich es auch. ;)  
5) Alles, was geraucht wird, bitte auf dem Balkon (dafür darf alles geraucht werden).  
6) Die Uni ist der biblische Gott – ein bevormundender Idiot, dessen Entscheidungen von Willkür geprägt sind und leider das ganze Leben seines Anhängers bestimmen. Deshalb hat man alles, was ich mit der Uni begründe, sei es „keine Zeit“ oder die Aufhebung von Richtlinie Nr. 1, kommentarlos zu akzeptieren.  
7) Wer was gegen mein Chaos sagt, kann auch gleich wieder gehen.


Nein, 4b) habt ihr nicht gesehen. ;) Davon abgesehen bezweifle ich irgendwie, dass es in der nächsten Zeit dazu kommen wird, weil ... in 6 Wochen Modulprüfung, im Februar Krankenpflegepraktikum, im Sommer nochmal, zwischendurch weitere Modulprüfungen ... aber irgendwann werd ich auch mal wieder feiern und zumindest das mit dem Bier umsetzen können. Und meinen 20. nachfeiern. Oder dann meinen 21. Jetzt wird das nämlich nicht mehr wirklich was, wo alle krank sind, weil eine Erkältung rumgeht, müde, weil man im Medizinstudium dauermüde ist, und noch das Präppen vor sich haben.
Ich melde mich dann vermutlich mal wieder, wenn ich endlich was für Poolys geschrieben hab, oder nach dem Präppen, um was von der Leiche zu erzählen. Und um mal Fotos von meinen ganzen Sachen, die ich schon gekauft hab, zu zeigen. Das mache ich aber erst, wenn ich W-Lan habe, im Moment surfe ich nämlich leider nur mit sehr langsamem, mobilem Internet.

Oh, aber eins noch. Erinnert ihr euch noch daran, wie ich mal von einer Geschichte namens Zeitlos erzählt habe? In diesem Post? Nun, da hat mein Schaden (haha. Kein Hirn.) mir letztens, rein zufällig in der Anatomie-Vorlesung mir letztens wieder ein paar Sätze in den Kopf geworfen. Das Problem ist nun, dass die im Präsens sind. Das Problem ist auch, dass sie unglaublich melodramatisch und pathethisch sind, wie die ganze Geschichte eigentlich, aber auch, dass sie im Präsens sind und ich sie eigentlich recht gerne mag (also, für pathethisch und melodramatisch), wie sie sind. Ich könnte sie natürlich auch ins Präteritum umschreiben, oder aber, was mein Schaden ohne Hirn sagt, die ganze Geschichte im Präsens schreiben und dafür das gesamte erste Kapitel und das, was ich vom zweiten schon habe, umändern. Ich weiß es nicht. Das sind aber jedenfalls die Stellen, die ich im Kopf hatte (und neiiin, sie sind üüüüberhaupt nicht von Chemie und Physiologie beeinflusst):

Carl ist unglaublich stark. Nicht körperlich, da bin ich vermutlich sogar kräftiger als er. Aber er strahlt eine Sicherheit und Unerschütterlichkeit aus, von der ich nicht einmal träumen kann. Manchmal, wenn wir nebeneinanderliegen, habe ich das Gefühl, in seiner Stärke unterzugehen und mich darin aufzulösen wie Salz im Wasser, bis nichts mehr von mir übrig ist, außer vielleicht ein paar Ionen, die nichts mehr spüren und keinen Mist bauen können. Und dann wache ich irgendwann aus meinen Gedanken auf und er liegt auf der Seite und sieht mich mit diesem undefinierbaren Blick an, den ich nie lange ertragen kann. Dann weiß ich, dass es Zeit für mich ist, nach Hause zu gehen. Weil ich weiß, dass er womöglich Dinge denkt, die ich niemals hören will. Und das ist fast so schlimm, wie wenn er sie aussprechen würde, auch, wenn er in diesen Momenten noch nie ein Wort gesagt hat.
~
Etwas in mir scheint zu zerbrechen, als ich begreife. Es beginnt in meinem Brustkorb, wo es einen festen, schleimigen Klumpen bildet, und breitet sich dann in meinen Hals und hinter meine Augen aus. Und dann heule ich, diesmal richtig. Ich heule, bis ich keine Luft mehr bekomme und schluchze selbst dann noch weiter, sodass ich irgendwann sicher bin, an meinen Tränen zu ersticken. In diesem Moment will ich Salz sein und zu Ionen zerfallen. Aber ich löse mich nicht auf und als ich mich endlich halbwegs beruhigt hab, liegt das Kind noch da und ist tot, und ich bin immer noch da und immer noch allein. 

Natürlich werden nicht alle Stellen so melodramatisch sein. Das Teil soll immer noch auch Comedy sein, eine Tragikomödie eben, und genau so wird es auch geschrieben. Da eignet der Protagonist sich auch wunderbar zu. Und irgendwann schaff ich es vielleicht sogar, das Baby aufzuschreiben und hochzuladen. Iiiiiirgendwann. Ich hab ja eigentlich noch eine Menge größerer Projekte (das hier ist zum Glück kein Roman mehr sondern Kurzprosa), an denen ich mal weiterarbeiten sollte. Iiiiirgendwann. *pfeif*